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Clara Feller studierte Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg und schrieb ihre Abschlussarbeit zur Kennedybrücke mit dem Schwerpunkt auf der Frage, wie sich eine zukünftig für den individuellen Kraftverkehr gesperrte Brücke am sinnvollsten an die großen westlich und östlich der Brückenauffahrten vorhandenen  Verkehrsknoten anschließen lässt.

Dabei führt sie umfassend in die Thematik Verkehrswende in Großstädten ein, erklärt die wichtigen Funktionen von öffentlichem Raum, beleuchtet das bisherige Vorgehen Hamburgs und ebenfalls was dies für unsere Stadt bedeutet. Ein weiterer großer Teil ihrer Arbeit befasst sich schließlich mit der möglichen Umgestaltung des Areals.

Aufgrund einiger fehlender Urheberrechte musste sie einige Bilder in der Arbeit schwärzen. Dies betrifft allerdings weniger die Bilder, die direkt den untersuchten Stadtraum und Claras konkrete Lösungsvorschläge zeigen.


Sei es aus der S-Bahn, auf dem Fahrrad oder beim Spaziergang – beim Überqueren der Kennedybrücke erlebt man eine der schönsten Aussichten der Stadt. Als teils gebürtige Hamburgerinnen und teils Zugezogene haben wir die Kennedybrücke jedoch lange vor allem als Durchgangsort wahrgenommen. Geprägt von Verkehr, Lärm und Stau wirkt sie hektisch und stressig – ein Ort, an dem man sich nicht gerne aufhält.

Erst durch unsere intensive Auseinandersetzung mit dem Ort im Rahmen unserer Studienarbeit haben wir erkannt, welches große Potenzial er bietet. Der Mix aus Brücke und umliegenden Grünflächen, dem Blick über die Alster und auf die Sehenswürdigkeiten, die Nähe zum Wasser und der Innenstadt machen diesen Ort zu einem ganz besonderen Platz. Zusammen mit der historischen Bedeutung des Ortes könnte hier ein Raum entstehen, der repräsentativ für Hamburg ist und Menschen zum Verweilen einlädt. Doch wie schafft man das?

Multifunktionale Freiräume können dabei eine zentrale Rolle spielen: Sie schaffen Aufenthaltsqualität, bieten Erholung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung – etwa durch mehr Grün, Kühlung und bessere Aufenthaltsbedingungen im öffentlichen Raum. Als Umweltingenieurinnen ist für uns außerdem klar: Städte müssen auch ihr Verhältnis zum motorisierten Individualverkehr neu denken und Fußverkehr, Radverkehr sowie den öffentlichen Nahverkehr mehr fördern, damit solche Orte entstehen können.

Deshalb war es für uns so spannend, kreative Ansätze zu entwickeln und zu sehen, wie sich ein heute stark verkehrsgeprägter Ort in einen lebenswerten Stadtraum transformieren lässt. Natürlich setzen rechtliche und planerische Rahmenbedingungen Grenzen, doch unsere Arbeit hat auch gezeigt: Schon heute ist vieles möglich, wenn der Wille da ist. Wir sind überzeugt, dass Orte wie die Kennedybrücke in Zukunft häufiger neu gedacht werden müssen. Dafür braucht es auch Mut in der politischen Entscheidung. Denn Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit – er bedeutet vor allem Lebensqualität und langfristige Lebenssicherheit für die Menschen in Hamburg.

Charlotte, Charlotte, Mara, Mara und Elisa im April 2026

Rückfragen zur Arbeit der fünf TUHH-Studierenden bitte an kennedybruecke.umgestaltung@gmx.de richten.




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Alster Hamburg Kennedybrücke